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Mit 62 Jahren wagte Richard Z. noch einmal einen Neuanfang: Er zog nach Berlin. Hier suchte er nach Möglichkeiten sich zu betätigen und nach Kontakten: „Neben dem Wunsch nach einem sinnvollen ehrenamtlichen Engagement wollte ich auch Anschluss in meiner neuen Heimat finden.“ Er wurde aufmerksam auf Die Fünfte Hand und suchte das Gespräch mit Günter Porath, dem Projektkoordinator.

Wunschopa für eine fünfköpfige Familie

Die Idee des Patenschaftsprojekts gefiel ihm, so dass er an einem Patenworkshop teilnahm und sich kurz danach dafür entschied, eine Patenschaft zu übernehmen. Jetzt lag es am Projektkoordinator, die passende Familie zu finden. „Ich dachte gleich an Familie B., als ich Richard kennenlernte. Es gibt viele Anknüpfungspunkte und Gemeinsamkeiten zwischen ihm und der Familie“, erklärt der erfahrene Sozialpädagoge. Denn auch Familie B. fasste nach einem längeren Auslandsaufenthalt gerade wieder Fuß in Deutschland. Der Vater ist aus beruflichen Gründen viel unterwegs, die Verwandtschaft wohnt verstreut und weit weg. So war der Wunsch groß, eine Art Omaersatz für die beiden Kinder zu finden.

Gemeinsame Unternehmungen mit der ganzen Familie

Aus der Oma wurde ein Opa – Richard wurde freudig in der Familie aufgenommen. „Unsere Kinder und Richard verstehen sich gut, an Wochenenden unternehmen wir ab und zu auch alle gemeinsam etwas“, sagt Frau B. Sie ist glücklich, jemanden gefunden zu haben, der in die Familie passt, der den Kindern seine Aufmerksamkeit schenkt und mit dem sie sich selbst austauschen kann. Inzwischen hat sie in Berlin einen neuen Job angenommen. „Ich kann jetzt viel entspannter meine Berufstätigkeit wieder aufnehmen, weil ich weiß, dass Richard uns als Familie unterstützt“, sagt sie. Auch Richard freut sich über den Familienanschluss: „Der Umgang mit meiner Patenfamilie bereichert mein Leben.“ Sein Neuanfang ist gelungen, inzwischen ist er in Berlin angekommen.

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